Mischprozess

Die Extrakte von Sommer- und Wintermistel werden im Frühling und im Herbst durch einen technisch komplizierten Vorgang zum Krebsmittel Iscador verarbeitet.

Der angewendete Mischprozess geht auf konkrete Hinweise Rudolf Steiners zurück und ist ein charakteristischer Bestandteil des Iscador-Herstellungsverfahrens, durch den im Hinblick auf die therapeutische Wirksamkeit eine zusätzliche Qualität entsteht.

Dafür wurde eine spezielle Maschine entwickelt. Ihr Prinzip beruht darauf, dass Sommer- und Wintersaft der Mistel sich im äusseren, hochgebogenen Rand einer rotierenden Titanscheibe durchdringen.

Diese Scheibe hat einen Durchmesser von 1 m und rotiert mit 10'000 Umdrehungen pro Minute. Das führt im Scheibenrand zu einer Geschwindigkeit von ca. 1'900 km/h und Fliehkräften von von 55'000-facher Erdbeschleunigung (1 kg hat unter diesen Kräften ein Gewicht von 55 Tonnen). Diese Umstände stellen extreme Ansprüche an die einzusetzende Verfahrenstechnik.

Der Sommersaft tropft aus 1 m Höhe durch 12 Tropfer vertikal in den Rand der Scheibe. Der Wintersaft wird kontinuierlich eingebracht und spreitet auf der Scheibenoberfläche horizontal aus. Beide Säfte werden dann im Scheibenrand vereinigt.