Verbreiter und Gegenspieler

Mistelembryonen sind nicht in der Lage, sich selbst aus der Mistelbeere zu befreien. Die natürliche Verbreitung der weissbeerigen Mistel erfolgt deshalb obligatorisch durch Vögel, die sich in der kalten Jahreszeit von Mistelfrüchten ernähren. Die beiden wichtigsten Mistelverbreiter in Mitteleuropa sind die Misteldrossel und die Mönchsgrasmücke. Daneben spielen vor allem die Seidenschwänze sporadisch eine wichtige Rolle.

Natürliche Gegenspieler beschränken die Ausbreitung der weissbeerigen Mistel. Im Winter vertilgen Meisen die grünen Kerne und Embryonen der Mistel; im Frühjahr und Sommer sind hingegen Schnecken als  Mistelvertilger aktiv. Mäuse und Rehe haben die Mistel ebenfalls auf ihrem Speisezettel.