Aktuelle Mistel-Literatur Juni 2014

 

Botanik

Opens external link in new windowBallian D. (2013) Genetic overload of silver fir (Abies alba Mill.) from five populations from central Bosnia and Herzegovina. Folia Forestalia Polonica, series A 55 (2), 49-57: Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Parameter auf die Qualität von Tannensamen (Abies alba Mill.) in Bosnien zeigen, dass Mistelbefall zu einer Qualitätsverminderung der Samen führte.

Opens external link in new windowHülsmann L, Evers J, Eichhorn J. (2013) Mistelbefall im Hessischen Ried - Kiefernsterben durch die Mistel? AFZ Der Wald 6, 27-29: Im Rahmen einer Bachelor-Arbeit wurde erneut die schädliche Wirkung der Kiefermistel auf Pinus sylvestris gemessen. Allerdings war eine Schädigung (Kronenverlichtung) erst bei sehr hohem Mistelbefall und eine Hemmung des Holzzuwachses erst in alten Bäumen (ab 40 Jahren) nachweisbar.

 

Präklinik

Biochemie

Opens external link in new windowAmer B, Juvik J, Francis GW, Fossen T. (2013) Novel GHB-derived natural products from European mistletoe (Viscum album). Pharmaceutical Biology 51 (8), 981-986: Drei neue phenolische Verbindungen wurden in Viscum album auf Populus X canadiensis entdeckt: a) Gallussäure, b) eine mit Gallussäure veresterte µ-Hydroxybuttersäure und c) eine weitere von µ-Hydroxybuttersäure und Gallussäure abgeleitete Substanz. Von Substanz a und b wurde eine starke Radikalfänger-Aktivität gemessen.

Opens external link in new windowKyung C, Woo PK, Hee HK, Hee HK. (2013) Analysis of the characterizing compounds of Korean mistletoes (Viscum album ssp. coloratum). Korean Journal of Pharmacognosy 44 (2), 138-148: Drei biochemische Bestandteile aus unterschiedlichen Substanzklassen mit potentieller antitumoraler Aktivität wurden in der asiatischen V. album ssp. coloratum als Charaktersubstanzen gemessen: die Eiweissverbindung Mistellektin, das Triterpen Oleanolsäure und das Flavonoid Homoflavoiadorinin-B. Ein eindeutiger Einfluss der Wirtsbaumspezies auf den Gehalt konnte nur beim Flavonoid festgestellt werden.

 

Zellkulturen

Opens external link in new windowKuonen R, Weissenstein U, Urech K, Kunz M, Hostanska K, Estko M, Heusser P, Baumgartner S. (2013) Effects of lipophilic extract of Viscum album L. and oleanolic acid on migratory activity of NIH/3T3 fibroblasts and on HaCat keratinocytes. Opens external link in new windowEvidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 7 pp, doi: 10.1155/2013/718105: Der fettlösliche Gesamtextrakt der Mistel, der sich als Bestandteil einer Salbe zur Therapie von Nicht-Melanom-Karzinomen der Haut bewährte, zeigte in einem Wundheilungstest in-vitro eine dosisabhängige Stimulierung der migratorischen Aktivität von Fibroblasten. Dieses Resultat steht in Übereinstimmung mit Beobachtungen zur Wirkung der Salbe bei exulzerierenden Tumoren.

Opens external link in new windowWeissenstein U, Toffol-Schmidt U, Baumgartner S, Urech K. (2013) Die Wirkung eines lipophilen Mistelextraktes auf humane immunkompetente Zellen in vitro. In: Die Mistel in der Tumortherapie 3 - Aktueller Stand der Forschung und klinische Anwendung (Hrsg.: Scheer R. et al.) 125-136: Auf der Suche nach einer zellbiologischen Grundlage für die beobachtete antitumorale Wirkung des fettlöslichen Gesamtextraktes der Mistel (Viscin) wurde dessen Einfluss auf periphere mononukleäre Blutzellen untersucht. Es konnte eine Steigerung der Sekretion von IL-6 und TNF-α durch Monozyten/Makrophagen, eine Aktivierung von vorstimulierten T-Helferzellen und an isolierten Monozyten eine antiapoptotische Wirkung (Zeichen für Zellstimulation) gefunden werden.

Opens external link in new windowWeissenstein U, Kunz M, Urech K, Baumgartner S. (2014) Interaction of standardized mistletoe (Viscum album) extracts with chemotherapeutic drugs regarding cytostatic and cytotoxic effects in vitro. BMC Complementary and Alternative Medicine 14 (6), 9 pp.Opens external link in new window (Opens external link in new windowdoi: 10.1186/1472-6882-14-6): Iscador M spez. resp. Qu spez. in klinisch relevanten Dosen zeigten in vitro keine Beeinträchtigung der zytostatischen resp. zytotoxischen Wirkung von Doxorubicin in zwei Mammakarzinom-Zelllinien, von Gemcitabin beim Pankreaskarzinom, von Docetaxel und Mitoxantrone beim Prostatakarzinom und von Docetaxel und Cisplatin beim Lungenkarzinom. Höhere Iscador-Dosen führten zu einem additiven Hemmeffekt. Damit kann ein Risiko durch “herb-drug-interactions” bei der direkten Wirkung auf die Tumorzellen ausgeschlossen werden.

 

Tiermodelle

Opens external link in new windowStan RL, Hangan AC, Dican L, Sevastre B, Hanganu D, Catoi C, Sarpataki O, Ionescu CM. (2013) Comparative study concerning mistletoe viscotoxins antitumor activity. Acta Biologica Hungarica 64 (3), 279-288: Ein alkoholischer Extrakt der Apfelmistel (V. album ssp. album) wurde i.p. in Ehrlich-Aszites tragenden Mäusen (50 mg Trockensubstanz pro kg Maus) in Kombination mit Doxorubicin appliziert. Die Tumorwachstum-hemmende Wirkung von Doxorubicin wurde durch V. album deutlich verstärkt und die Plasmakonzentration von drei mit oxidativem Stress assoziierten Enzymen durch V. album zusätzlich verringert.

Opens external link in new windowLee SH, An HS, Jung YW, Lee EJ, Lee HY, Choi ES, An SW, Son H, Lee SJ, Kim JB, Min KJ. Opens external link in new window(2013) Korean mistletoe (Viscum album coloratum) extract extends the lifespan of nematodes and fruit flies. Biogerontology 15, 153-164: Ein verjüngender Effekt der asiatischen V. album wurde von dieser koreanische Arbeitsgruppe an Nematoden und Fruchtfliegen gemessen. Die Zugabe eines Dekoktes der Mistel zum Futter führte zu einer Lebensverlängerung  von 9.6% resp. 20%. Bei beiden Tieren gab es ein Optimum des Effekts bei 50 µg/ml. Die Fruchtfliegen erfuhren zudem durch die Mistel eine Erhöhung ihrer Fruchtbarkeit. Behandelte Fliegen zeigten eine starke Aktivierung der Expression des Gens Sir2, das z.B. auch unter Resveratrol im Zusammenhang mit Lebensverlängerungen steht.

 

Pflanzliche Testsysteme

Opens external link in new windowBaumgartner S, Flückiger H, Kunz M, Scherr C, Urech K. (2014) Evaluation of preclinical assays to investigate an anthroposophic pharmaceutical process applied to mistleteo (Viscum album L.) extracts. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, ID 620974, 8 pp.: In diesem Peer-reviewed Artikel ist es gelungen, eine „pharmakologische“ Wirkung des spezifisch anthroposophischen Prozesses der Maschinenmischung bei der Iscadorherstellung darzustellen. Der Iscador-spezifische Prozess einer Hochgeschwindigkeitsmischung von Sommer- und Winterextrakt verstärkte die Hemmwirkung der Extrakte auf die Bildung von Colchizin-Tumoren bei Kressekeimlingen. Hingegen blieb die hemmende Wirkung auf das Wachstum von 5 verschiedenen menschlichen Tumorzellinien unverändert.

 

Klinik

Kasuistiken

Opens external link in new windowKuehn JJ. (2013) Treatment response to orally administered Viscum album extract - preliminary research in a new therapeutic route for hematological malignancy (abstract). Opens external link in new windowIn: First ISS-ARTOI Conference on Integrative Oncology, Rome, Abstract Book (ed.: Bonucci M. et al.), p. 27: Anknüpfend an die präklinischen Resultate der Arbeitsgruppe von Pryme in Norwegen, die antitumorale Wirkungen von p.o. appliziertem Mistellektin (ML) in Tieren nachweisen konnte, erwähnt Kuehn in diesem Symposiums-Abstract: a) das Auftreten von ML-Antikörpern nach p.o. Gabe von 200mg Iscador (täglich während 4 Wochen) in 10 freiwilligen Probanden, b) die erfolgreiche Behandlung einer chronisch lymphatischen Leukämie, c) die vollständige Remission eines eiförmigen, inguinalen Lymphknotens einer Non-Hogkin Lymphom-Patientin bei ausschliesslich oraler Misteltherapie und d) das Abfallen der Zahl weisser Blutzellen bei oraler Misteltherapie von weiteren chronisch lymphatischen Leukämie-Patienten.

Opens external link in new windowShakeel M, Trinidade A, Geider S, Ah-See KW. (2014) The case for mistletoe in the treatment of laryngeal cancer. Opens external link in new windowThe Journal of Laryngology and Otology 128, 302-306: Ein Larynxkarzinom-Patient nach Chemoradiotherapie, Laryngektomie und erneuter Operation mit einem schliesslich inoperablen Rezidiv wurde in diesem “finalen” Zustand mit Abnobaviscum Fraxini subkutan behandelt. Nach etwa einem Jahr konnten Analgetika vollständig abgesetzt werden und nach insgesamt 3.5 Jahren galt der Patient als tumorfrei.

 

Überleben/Lebensqualität

Opens external link in new windowLonghi A, Reif M, Mariani E, Ferrari S. (2014) A randomized study on postrelapse disease-free survival with adjuvant mistletoe versus oral etoposide in osteosarcoma patients. Opens external link in new windowEvidence-Based Complementary and Alternative Medicine, ID 210198, pp. 9: In dieser zweiarmigen Osteosarkomstudie von Bologna wurden Osteosarkom-Patienten, die nach der zweiten Rezidivierung operiert waren, in eine Gruppe mit Etoposide-Behandlung (Topoisomerasehemmer, p.o., 11 Patienten) und eine solche mit Iscador P (9 Patienten) randomisiert. Die Überlebensraten nach 12 Monaten waren 27.3% unter Etoposide und 55.6% unter Iscador P. Das krankheitsfreie Überleben betrug im Iscador-Arm 39 Monate und im Etoposide-Arm 4 Monate. Zudem war die Lebensqualität eindrücklich besser in der Iscador-Gruppe.

Opens external link in new windowTröger W, Zdravko Z, Tisma N, Matijasevic M. (2014) Additional therapy with a mistletoe product during adjuvant chemotherapy of breast cancer patients improves quality of life: An open randomized clinical pilot trial. Opens external link in new windowEvidence-based Complementary and Alternative Medicine, ID 430518, pp. 9: Eine prospektive, randomisierte Studie mit 95 Mammakarzinom-Patientinnen, die unter adjuvanter Chemotherapie standen, zeigte eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität (10 von 15 Scores des EORTC-QlQ-C30-Fragebogens, allerdings ohne Verbesserung der Neutropenie) durch eine Therapie mit Helixor A.

 

Safety

Opens external link in new windowMansky PJ, Wallerstedt DB, Sannes TS, Stagl J, Johnson LL, Blackman MR, Grem JL, Swain SM, Monahan BP. (2013) NCCAM/NCI phase I study of mistletoe extract and Gemcitabine in patients with advanced solid tumors. Opens external link in new windowEvidence-Based Complementary and Alternative Medicine, pp. 11, doi: 10.1155/2013/964592: In einer Phase 1 Studie mit Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium wurde Gemcitabine und Helixor A kombiniert. In dieser Dosiseskalierungsstudie wurden hohe Dosen von Helixor und Gemcitabine toleriert. Dabei zeigte sich keine Beeinflussung der Pharmakokinetik von Gemcitabine. Beachtenswert war das Ausbleiben von febrilen Leukopenien in der Kombination der beiden Mittel.

Opens external link in new windowHuber R, Lüdtke R, Wieber J, Meyer U, Beckmann C. (2013) Sicherheit und Wirkung von Iscucin Populi und Viscum Mali e planta tota auf die Bildung von Interleukin-6 und anderen immunologischen Parametern - eine placebo-kontrollierte klinische Studie mit gesunden Probanden. Der Merkurstab 2, 110-119: In dieser randomisierten und doppelblinden Studie mit 71 gesunden Probanden wurde gezeigt, dass Iscucin Populi und Viscum Mali (Wala, s.c.) nicht zu einem Anstieg von IL-6 und CRP jedoch zu einer Eosinophilie führten. Es gab keinen Anlass für Bedenken in Bezug auf die Sicherheit der beiden Mistelpräparate.

Opens external link in new windowSchad F, Axtner J, Buchwald D, Happe A, Popp S, Kröz M, Matthes H. (2014) Intratumoral mistletoe (Viscum album L) therapy in patients with unresectable pancreas carcinoma: a retrospective analysis. Opens external link in new windowIntegrative Cancer Therapies 2013 Dec. 19. (Epub ahead of print): Ein Kollektiv von 39 nicht operierbaren Pankreaskarzinom-Patienten, die eine intratumorale Behandlung mit Abnobaviscum und Helixor erhielten, wurden aus der Datensammlung “Netzwerk Onkologie” ausgewählt und analysiert. Die beachtlichen Werte des medianen Überlebens mit 11.8 und 8.3 Monaten für Stadien III und IV sind wegen der multimodalen Misteltherapie und mangels Kontrollgruppe nicht direkt mit der intraläsionalen Misteltherapie zu korrelieren. Die Sicherheit dieses “Off-label-use” konnte nachgewiesen werden.

Opens external link in new windowSteele ML, Axtner J, Happe A, Kröz M, Matthes H, Schad F. (2014) Adverse drug reactions and expected effects to therapy with subcutaneous mistletoe extracts (Viscum album L.) in cancer patients. Opens external link in new windowEvidence-based Complementary and Alternative Medicine, ID 724258, pp. 11: Daten aus dem Netzwerk Onkologie liegen dieser multizentrischen Beobachtungsstudie zu Grunde. In 14.7% der beinahe 2000 subcutan mit Mistel behandelten Krebspatienten traten Lokalreaktionen <5cm und Temperaturerhöhungen <38°C als erwartete Wirkungen auf und in 8.4% der Patienten wurden unerwünschte Reaktionen (davon 50.8% milde, 45.1% mittlere und 4.2% starke aber in keinem Fall schwerwiegende) beobachtet. Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen stieg mit zunehmender Dosierung, war aber deutlich erniedrigt bei Misteltherapien, die gleichzeitig mit konventionellen Therapien durchgeführt wurden. Die Analyse konnte keine Risikofaktoren für unerwünschte Wirkungen identifizieren und zeigte, dass Misteltherapie sicher ist.

 

Reviews

Opens external link in new windowHübner J, Hanf V. (2013) Commonly used methods of complementary medicine in the treatment of breast cancer. Breast Care 8, 341-347: Im Kapitel „Mistletoe“ schaffen Hübner und Hanf es in 6 Sätzen, der Misteltherapie eine Wirksamkeit abzusprechen mit dem Hinweis auf die mangelnden positiven Resultate in „well-conducted studies“. Sogar eine Verbesserung der Lebensqualität sei, wenn überhaupt vorhanden, nur schwach ausgeprägt „in studies of higher methodological quality“. Zudem suggeriert ihr Hinweis auf die Streichung der Mistelpräparate aus der Liste der erstattungspflichtigen Medikamente für den adjuvanten Bereich in Deutschland, dass dies auf medizinisch-therapeutische Gründe zurückzuführen ist.

Opens external link in new windowGrah C. (2014) Immunomodulatorische Wirkung von Misteltherapie (Viscum album L. Extrakten) beim Lungenkarzinom. Atemwegs- und Lungenkrankheiten 40 (1), 32-40: Dieses Review gibt zunächst eine Zusammenfassung zu den  immunmodulatorischen und antitumoralen Wirkungen der Mistel, um danach anhand der Daten zur Misteltherapie des Lungenkarzinoms zu zeigen, dass Hinweise bestehen, die eine adjuvante Therapie des Lungenkarzinoms erlauben, und dass starke Resultate für die additive palliative Behandlung zur Verminderung der Nebenwirkungen der Standardtherapien sprechen. Es schliesst mit dem Wunsch nach umfassenderen prospektiven, klinischen Studien zur Wirksamkeit der Mistel beim Lungenkarzinom.

 

Hypertonie

Opens external link in new windowPoruthukaren KJ, Palatty PL, Baliga MS, Suresh S. (2014) Clinical evaluation of Viscum album mother tincture as an antihypertensive: a pilot study. Opens external link in new windowJournal of Evidence-Based Complementary & Alternative Medicine 19 (1), 31-35: Eine dreimonatige Anwendung eines alkoholischen Extraktes von Viscum album (dreimal täglich 10 Tropfen) führte bei 41 Hypertonie-Patienten zur signifikanten Senkung des Blutdruckes von durchschnittlich 155.8 mm Hg auf 141.5 (systolisch, p<0.0001) und von 84.4 auf 79.5 (diastolisch, p=0.00177). Zudem änderten sich auch einige Blutparameter.

 

Ethnomedizin

Opens external link in new windowSargin SA, Akcicek E, Selvi S. (2013) An ethnobotanical study of medicinal plants used by the local people of Alasehir (Manisa) in Turkey: Journal of Ethnopharmacology 150, 860-874: In einer grossen Befragung von einheimischen Bewohnern des türkischen Distrikts Alasehir zur Anwendung von Heilpflanzen, zu deren Zubereitung und Indikationen gehörte die Kiefermistel V. album ssp. austriacum zu den häufig genannten Heilkräutern. Sie wurde meist als Dekokt zur Behandlung von Kopf- und Zahnschmerzen, Tonsilitis, Prostatitis, Bronchitis, Diabetes, Hypercholesterolämie und Hirntumor verwendet.

 

Netzwerk Onkologie

 Opens external link in new windowSchad F, Axtner J, Happe A, Breitkreuz T, Paxino C, Gutsch J, Matthes B, Debus M, Kröz M, Spahn G, Riess H, von Laue H-B, Matthes H. (2013) Network Oncology (NO) - a clinical cancer register for health services research and the evaluation of integrative therapeutic interventions in anthroposophic medicine. Forsch. Komplementärmed. 20, 353-360: Im „Netzwerk Onkologie“, einem onkologischen Register von niedergelassenen anthroposophischen Onkologen und anthroposophischen Krankenhäusern in Deutschland, sind bereits Daten von über 10‘000 Krebspatienten erfasst. Die Daten zeigen u.a., dass ein grosser Bedarf an integrativen onkologischen Therapieangeboten in anthroposophischen Einrichtungen besteht, dass 80% der registrierten Patienten eine Misteltherapie erhielten, dass Vergleiche mit anderen klinischen Registerdaten möglich sind und so ein Beitrag zur Versorgungsforschung in der anthroposophischen Onkologie geleistet werden kann.