Präklinische Forschung

Eine Vielfalt pharmakologischer Wirkungen von Gesamtextrakten, aber auch eine ganze Reihe von chemisch definierten Wirksubstanzen der Mistel sind heute bekannt und zum Teil bis in molekulare Wirkmechanismen hinein untersucht.

Mistelextrakte induzieren das Absterben von Krebszellen

Mistelextrakte und daraus isolierte Wirksubstanzen können in Zellen unterschiedliche Absterbeprozesse auslösen. Sowohl die Induktion apoptotischer Prozesse als auch nekrotische Wirkungen auf die Zellmembran werden beobachtet.

Biotestverfahren

Zur Untersuchung verschiedenster Fragen der Pharmakologie der Mistel wurden im Institut Hiscia Biotestverfahren mit in vitro kultivierten Zellen entwickelt. Damit besteht die Möglichkeit, im Hinblick auf die Klinik das pharmakologische Potential der Mistel abzuschätzen, zugleich aber auch bei Untersuchungen der Pflanze die Mistel in ihrer zeitlichen und räumlichen Entwicklung besser zu verstehen.

Tumorimmunologie

Das Immunsystem ist ein wirkungsvolles Netzwerk aus Organen, Zellen und löslichen Substanzen, das für die Bekämpfung von körperfremden Organismen, insbesondere Krebszellen, zuständig ist. Die Tumorimmunologie beschäftigt sich mit den immunologischen Aspekten der Entstehung von Tumoren, mit deren Diagnostik und mit den Therapieformen gegen die Krebserkrankung.

DNA-Reparatur

Krebspatienten haben aufgrund ihrer Tumorkrankheit eine herabgesetzte DNA-Reparaturfähigkeit, die sich nach Verbesserung der Krankheit oder nach Heilung normalisiert. Die in der Krebstherapie verwendeten Zytostatika und Gammastrahlen verursachen zusätzliche DNA-Reparaturdefekte als unerwünschte Nebeneffekte. Wie bei der Untersuchung der immunologischen Zellfunktion besteht die Möglichkeit, die Funktion von Iscador für die DNA-Reparaturfähigkeit sowohl in vitro als auch an Lymphozyten der mit Iscador therapierten Patienten zu prüfen.